7 Feedback-Punkte, die auch Ihre Präsentation am Flipchart noch besser machen werden

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Anne Kathrin Jansen sandte mir diese schönen Bilder anlässlich meines Figuren-Wettbewerbs. Durch einen dummen Fehler meinerseits kamen sie nicht in den Wettkampf. Doch manchmal passiert einfach Erstaunliches und die Dinge wenden sich zum Guten. Diese Bilder erinnerten mich an einen Plan, den ich für meinen Skizzier-Blog schon vor einiger Zeit entwickelt hatte: Die Fotos dieser Präsentation bieten sich an bzw. drängen sich einfach auf, für den Start meiner neuen Rubrik…

Die Feedbackrunde

Ich konnte immer schon gut lernen durch das Betrachten der Arbeit anderer. Klare Analysen erlauben mir die Übertragung des Gesehenen in meine eigene Arbeit. Und ich hoffe, Sie können meinen Gedanken folgen und sich inspirieren lassen von den Punkten, die ich hier nennen werde. Praktische Tipps für die Umsetzung oder Handhabung von Papier, Marker, Kreiden, etc. dienen dazu, Ihre Arbeit am Flipchart oder mit anderen Medien zu optimieren.

Wenn Ihnen der Stil meines Feedbacks gefällt, dann senden Sie mir doch ein Foto Ihres eigenen Flipcharts zu und eine kurze Beschreibung des

  • warum?
  • was?
  • wozu?
  • wie

vielleicht ist auch das

  • für wen?
  • wo?

relevant. Wenn ich Fragen habe, werde ich mich melden. Bitte schicken Sie mir Ihr Foto, für das Sie alle Rechte haben und das keine Firmengeheimnisse verrät, an meine Email-Adresse martina@lauterjung-design.de

Und jetzt geht’s los:

Die Feedbackrunde für Anne Kathrin Jansen

Anne-Jansen-1_IMG_0668Titel des Flips: „Feedback geben und annehmen“

Start:  Anne Kathrin Jansens Anschreiben zu den Bildern:

„Die Bilder erzählen uns von einer Präsentation.

Die abgebildeten drei Entwicklungsstufen des Flipcharts funktionieren während eines Seminars zum Thema „Präsentation“ folgendermaßen:

Schritt 1: Zuerst kommt das Flipchart mit den Bildern.

Schritt 2: Dann kommen nach und nach die Texte und entsprechende Erläuterungen dazu. Die Beschriftungen habe ich auf ein selbsthaftendes Flipchart geschrieben und so ausgeschnitten, dass sie zu den Bildern und Rahmen passen.

Anne-Jansen-2_IMG_0670Schritt 3: Dann kommen noch die drei Sprechblasen dazu, die mit Krepppapierröllchen angeklebt werden. Sie geben konkrete Hinweise auf Formulierungen, die die Teilnehmer beim Feedback für andere benutzen sollen, ebenso wie das simple „Danke“ desjenigen, der das Feedback annimmt.

Ich liebe die Bilder und die Idee und glaube, dass es schon einige Menschen von mir abgeguckt haben. Auf jeden Fall war dein Kurs für mich eine Offenbarung und kreative Bereicherung für meine Arbeit als Trainerin.

Herzliche Grüße aus Rheinbach
Anne Kathrin Jansen Anne-Kathrin-Jansen.de

Mein Feedback:

In diesem Text kehre ich zum „Sie“ zurück, da er sich an alle meine Leser richtet – und die entscheiden sich in ihrer Anmeldung zum größten Teil für die „Sie“-Ansprache.

Hier sehen wir ein Beispiel dafür, wie Themen, die von Teilnehmern als schwierig oder beunruhigend empfunden werden könnten, durch den Charakter der Präsentation mit Neugierde aufgenommen werden können.

Punkt 1: Wir sehen hier, dass das Flipchart über all eingesetzt werden kann.
Ein Blatt im Format eines Flipcharts findet immer seinen Platz:

  • am Flipchart-Ständer
  • an der Pinnwand
  • an einer Tür

Bitte beachten, dass bei den wenigstens zwei nebeneinander passen. Wenn es zwei sein müssen, die Sie aufhängen wollen, eine Handbreit seitlicher Überstand reicht meist.

  • am Fenster
  • an einer Tür, die nach innen aufgeht

Anne-Jansen-3_TuerhakenHaken hierfür finden Sie in jedem Geschäft für Badezimmerausstattungen oder im Baumarkt. Unbedingt einen der oben gelochten Flipchartblattstreifen mitnehmen. Es entscheiden Millimeter, ob das Papier wirklich locker über den Haken passt. Ist es zu eng, leidet das Papier.

Punkt 2: Der Auftritt dieses Themas kommt mit wenig Text aus. Überschrift und zwei Schlagworte reichen völlig aus. Dass das Thema durchaus ernst gemeint ist, wird durch die graue Schrift deutlich. Da hier der Kontrast zum Hintergrund deutlich ist, reicht die Größe des Schriftzuges völlig aus, um gut lesbar zu sein. In einer späteren Neuauflage wird es hilfreich sein, wenn die Schrift größer ist. Dann kann die Fläche der Buchstaben mit Kreide ausgemalt werden, was weniger Zeit braucht und meist sauberer gelingt als das Ausmalen mit Marker. Auch mit der Wahl der Farbe für die Schrift dürfen wir Persönlichkeit zeigen oder Bezug nehmen auf unseren Kunden.

Ich selbst mag es, wenn auch die Schrift einen Schatten wirft, wie es bei den Rahmen zu sehen ist. Es erhöht den Kontrast zur umliegenden weißen Fläche und die Farbe des Schriftzugs kann heller gewählt werden.

Punkt 3: Die Präsentation folgt einem klar durchdachten Ablauf, der die Kompetenz der Referentin zeigt. Sie ist zeitlich und räumlich nicht an eine bestimmte Reihenfolge gebunden. Das heißt, sie kann den Aufbau an den Verlauf eine Diskussion des Themas anpassen. Das gefällt mit persönlich besonders.

Punkt 4: Die Präsentation kann immer wieder verwendet werden, was viel Zeit spart. Die erläuternden Worte sind auf ein elektrostatisches Flipchartblatt geschrieben. Das heißt, beim Anlegen der Blätter kann dem Leitsatz gefolgt werden:

Immer zuerst der Inhalt, dann der Rahmen!

Natürlich gibt es die rechteckigen auf Moderationskartenformat zugeschnittenen Blätter, doch wir haben dann schon ein vorgegebenes Format. Unwillkürlich wird die Schrift kleiner werden oder ein Zeilenumbruch eingefügt werden. Alles Details, die für Betrachter unlogisch sind und irritieren, denn schließlich sieht man aus der Distanz die begrenzte Fläche nicht.

Tipp: Nutzen Sie auch durchsichtige Folie. Diese kann leichter auf den Flipchartbögen eingesetzt werden.

  1. Wir sind unabhängig von der Farbe des Papiers, z.B. braun bei Pinnwänden, grau bei Recyclingpapier, das leichte Karo, das durch das Papier schimmert, etc.
  2. Wenn Sie Ihre Schrift auf einem vorgefertigtem Blatt platzieren, müssen Sie nicht darauf achten, dass Sie keine Kanten schneiden, oder etwas überdecken. Denn das würde den Effekt der mobilen Elemente stören! Das Thema elektrostatische Elemente bekommt später einen eigenen Beitrag 🙂

Tipp: Statt der Krepppapierröllchen verwende ich nur noch den Klebestift von Scotch, der wieder ablösbar ist/removeable. Das ist der Kleber, der auch PostIts so praktisch macht.

[bloggo_optin]

Anne-Jansen-4_separatesElement_1Punkt 5: Mit den Sprechblasen verlässt das Thema die beschränkte Fläche des Flipcharts. Die Aussagen verlassen den Raum abstrakter Präsentation und ragen in die „reale Welt“.

Punkt 6: Die verwendete Symbolik ist allgemein verständlich und durchgehend einfach. Die Gestaltung der Bilder ist ebenfalls einfach gehalten. Sie beschränkt sich auf wenige Details und Farben. Diese Bildsprache macht neugierig, wie die Motive zum Thema passen werden und der sanfte Humor macht einfach locker.

Eine Verknüpfung zwischen den Inhalten und dem Bild verdoppelt die Merkfähigkeit der Informationen!

Punkt 7: Die Menschenfiguren sind individuell gestaltet und tragen eine persönliche Handschrift. So haben diese den Charakter eines Markenzeichens – und die Trainerin wird durch diese Figuren wiedererkennbar.

Wenn die Kurve, die die Arme bilden etwas höher angesetzt wird, passen sie ergonomisch noch besser. Wenn die Figuren mit einem breiteren Stift schraffiert werden, sieht die „Kleidung“ noch lockerer aus (und Sie sparen noch mehr Zeit).

 

Fazit:

Diese drei Abbildungen zeigen Ihnen, wie Sie mit ein wenig Dramaturgie eine Präsentation schaffen, die nachhaltig wirkt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Teilnehmer auch eigene Fotos anfertigen werden, da die Inszenierung des Themas einfach Freude macht und die Teilnehmer möchten die Bilder Ihren Kollegen zeigen. Wenn das Fotoprotokoll in der Personalabteilung oder dem HRM ankommt, kann die Trainerin sofort identifiziert werden. Ein großer Vorteil gegenüber den Kollegen, die sich auf Standards verlassen. Das Signieren von Flipcharts finde ich persönlich unschön und auch, wenn wir als Trainer immer für uns werben sollten, bin ich immer noch Dienstleister für ein Thema. In einigen Unternehmen ist die Eigenwerbung auch nicht gewünscht!

Den eigenen Stil unverwechselbar zu machen, ist der elegante Weg, in guter Erinnerung zu bleiben.

Und ein Handwerk, bei dem ich Sie gern unterstütze.

Wie das geht, lernen Sie bei mir im Workshop. Im Basisworkshop werden die Grundlagen gelegt, um solche Präsentationen zu erarbeiten. In Einzelworkshops oder in Workshops mit Ihren Kollegen oder Ihrem Team können wir Ihre Trainingsunterlagen optimieren. Wenn Sie ein besonderes Thema haben, dass Sie inszenieren möchten, kommen Sie einfach zu einem Einzeltermin. Auch das Thema persönlicher Stil eignet sich eher für einen Einzelworkshop und ist auch für Routiniers immer wieder interessant. Zu guter Letzt sind natürlich auch persönliche Baustellen im Einzelworkshop gut aufgehoben und ich gehe davon aus, dass wir sie lösen können.

Wenn nicht, gibt´s das Geld zurück, garantiert.

Werden Sie Mitglied der Feedbackrunde und senden Sie mir Ihr Foto Ihres Flipcharts. Eine kurze Erläuterung der Umstände und der Zielgruppe ist hilfreich – muss aber nicht sein.
Ich verknüpfe die Feedbackpunkte gern mit praktischen Tipps und freue mich, wenn Sie sich als Leser inspiriert fühlen und uns Ihre Tipps und Tricks verraten.

Auf Ihre Fragen freue ich mich immer! Und bitte teilen Sie diesen Beitrag. Damit die Welt der Präsentationen besser wird 🙂

Viele Grüße aus Solingen,
Ihr Flipchart-Coach Martina Lauterjung[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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