FlipTipp… Symbole einfach selbst entwickeln

Lauterjung_Martina_Flipchart_Skizzier_CoachSymbole und ihre Bedeutung füllen ganze Regalböden in Bibliotheken, Trainer greifen gern in die Schatzkisten vorbereiteter, kopierfähiger Bücher. Heute möchte ich Sie für handgemachte, selbst entwickelte Symbole begeistern. Für Ihre Arbeit und für Ihre Zielgruppe können Sie leicht Symbole selbst entwickeln und skizzieren.

Symbol = Ersatz für Wortsalat, attraktiver Kontrast zu Zahlen, Daten, Fakten und nachhaltiger Augenfänger.

Was ist der Sinn und Zweck? Symbole sind Bilder, die geschriebenen Text ersetzen. Für unsere Praxis als Trainer bedeutet das für den Einsatz:

  1. Meine Zielgruppe versteht mich ganz ohne Worte.
  2. Ich inszeniere Kopfkino.
  3. Fotoprotokolle sind attraktiv.

Lauterjung_Martina_Flipchart_Skizzier_CoachWas gilt es zu beachten? Symbole sind Bilder, deren Bedeutung sich historisch ändert oder in verschiedenen Fachrichtungen unterschiedlich ausfällt. Ein Beispiel: Das Krokodil ist Markensymbol in der Mode oder ein Bild zur Erläuterung der „indirekten Steuerung“ im Unternehmenskontext.

In der Praxis

Symbole haben einen starken Bezug in die Zielgruppe. Ihr richtiger Gebrauch zeigt Ihren Teilnehmern, dass Sie sich mit der Sprache Ihrer Kunden auseinandergesetzt haben, was Vertrauen aufbaut. Im Coaching und in Lernprozessen ein unverzichtbarer Bestandteil! Das reale Bild hat Details, das skizzierte Symbol vereinfacht den dargestellten Gegenstand.

  • Symbole skizzieren heißt reduzieren auf das Wesentliche.
  • So wenige Farben wie möglich, so viele wie nötig.
  • So wenige Details wie möglich, so viele wie nötig.

Lauterjung_Martina_Flipchart_Skizziert_Coach_Ziel_Rahmen

Lauterjung_Martina_Flipchart_Skizzier_CoachZiel

Das vorn stehende, liegende zuerst zeichnen. Die Lücke zum Objekt dahinter stellt das vordere Objekt frei und macht es gut sichtbar. Rahmen betonen und machen das Symbol zum Logo. Auch abstrakte Begriffe werden leicht erinnernswert und als Symbol handhabbar.

Hier das Lauterjung_Martina_Flipchart_SKizzier_Coach_VerschwiegenheitBeispiel der Verschwiegenheit: Sie sehen, auch abstraktes ist einfach darzustellen. Ein skizziertes Symbol reduziert auch Farben und hat klare Striche und Abgrenzungen.

Ein «müdes» Thema wird plötzlich (wieder) munter

In Trainings und Beratungen begegnen wir ab und zu Themen, die die Teilnehmer bereits oft bearbeitet haben. Die Aufmerksamkeit mancher Teilnehmer leidet dann. Das ist insofern schade, als dass der Einstieg in einen Prozess oder Lernstoff zu den Grundlagen gehört und das Engagement in den ersten Minuten ausbremsen kann. Hier wird Ihr Einsatz ungewohnter Kommunikationsmethoden mit Aufmerksamkeit belohnt!

Lauterjung_Martina_Flipchart_Skizzier_Coach_Teamsitzung_Gespraech_RegelnLassen Sie uns als Beispiel die Gesprächsregeln heranziehen. Arbeiten Sie mit Symbolen, anstatt langweilige Listen zu erstellen. So wird dieses Thema neu und frisch. Das Flipchart oder die Pinnwand, an denen die Regeln stehen, werden zum echten Hingucker und Augenfänger.

Durchleuchten Sie Ihre Themen.

Ich möchte Sie dazu anregen, Ihr Portfolio zu durchleuchten. Vielleicht haben auch Sie ein Thema, das immer wiederkehrt. Ein Thema, das Sie neu hinterfragen und neu präsentieren möchten?

  • Legen Sie sich ein Vokabelbuch der Visualisierungen an.
  • Sammeln Sie Ideen aus verschiedenen Quellen.
  • Skizzieren Sie sie auf Ihre ganz persönlich Art!

Teilnehmer sehen nicht auf Perfektion, sondern schätzen Ihr Engagement, mit dem Sie für Ihr Thema einstehen und sich für ein gelungenes Seminar vorbereiten.

Fazit

Die Übung und Erfahrung, die zur Arbeit mit Symbolen gehören, gewinnen Sie im Workshop. Dadurch, dass Symbole einfach gehalten sind, ist es möglich, in einem Tagesworkshop einen großen Fundus an Motiven zu erarbeiten. Die Ideen zu Bildern kommen schnell und die Umsetzung wird immer einfacher. Das Perfekte am Handgemachten ist: Unperfekt lockt ins Gespräch und ermöglicht Dialog auf Augenhöhe! Und was will ich als Trainer mehr …?

Beste Grüße,
Ihre Martina Lauterjung

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