Von einem, der auszog, am Flipchart zu zeichnen.

Ziegler_quer_sw «Ich kann nicht gut zeichnen!»

Ein Gastbeitrag von Christoph Ziegler, Social Media-Beratung „kumulus“ aus Haan.

Wir alle sagen häufig “Ich kann dies nicht, ich kann das nicht…” Was wir damit eigentlich ausdrücken? “Ich will nicht!” Auch ich erwische mich immer wieder dabei – und um Ausreden bin ich wahrlich nicht verlegen. Es gibt doch schließlich triftige Gründe. Oder?

Ein Glück entschloss ich mich eines Tages, meinen inneren Schweinehund zu überwinden – und begab mich zu Martina Lauterjung ins Flipchart-Studio. Heute möchte ich über diese Erfahrungen berichten.

Baustelle Schrift

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Vor Jahren im Praktikum in einem Stadtplanungsbüro zeichnete ich beschriftete Packpapiere verantwortlich, die in moderierten Runden im Prozess der Bürgerbeteiligung zum Einsatz kamen. Mein Fable für Schrift wurde geboren. Und ich dachte, das kann ich. Dass es noch besser – und vor allen Dingen leserlicher und mit einem guten Handwerkszeug – geht, hat mir Martina beigebracht. Ganz oft sitze ich nun in Präsentationen und denke mir oft, ‘Mensch, er da vorne könnte wirklich ein paar Sitzungen in Solingen vertragen.’ Den Schritt zurück, um zu prüfen, ob das eigene Gekrakel für alle zu entziffern ist, machen die wenigsten. So habe ich erst einmal meinen eigenen Namen zeichnen gelernt.

Mittlerweile funktioniert das ganz hervorragend. Ein handgeschriebenes, schönes, individuelles und damit überzeugendes «Herzliches Willkommen» im Workshop ist schließlich eine gute Visitenkarte. Martina hat den Blick für das Wesentliche – und auf die Reduktion kommt es an. In der Vorbereitung zu unserem Eins-zu-Eins-Workshop hat sie meine Unterlagen, mein Logo, mein Corporate Design angeschaut und gab mir direkt handfeste Tipps für ‘meine’ Farben. Es muss gar nicht so bunt sein, auch wenn mein Metier – Social Media – sehr komplex und abwechslungsreich und im übertragenen Sinne bunt ist. Ich selbst bin das nämlich eher nicht.

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Struktur durch Rahmen

Einfach ist gut. Und für die Arbeit am Flipchart ist das genau richtig. So übe ich weiterhin im stillen Kämmerlein und perfektioniere meine digitalen Präsentationen mit eigenem Material. Das Überarbeiten bleibt nicht aus – und so nutze ich den monatlichen Jour fixe mit ihr, um mich zu fokussieren.

Ich habe festgestellt, dass Überschriften in Verbindung mit schönen Rahmen, die mit Pins befestigt oder an Bindfäden aufgehängt werden, ein fantastischer Hingucker sind. Der Effekt, der durch einen farbigen Schatten entsteht, ist so effektiv wie auch schön. Kleine, aber sehr feine, Tipps, die sich prima in den Alltag integrieren lassen. Ganz nebenbei für die Während-des-Telefonats-Maler: Auch hierbei funktioniert das!

Und dann sind da noch die ganz persönlichen Elemente …

Flipchart_CZ_Mein_WegFiguren! Ganz schwer – und doch nicht.

Meine wirklich größte Angst, die schön gestalteten Flipcharts durch missratene Figuren zu verschandeln, ist passé! Mit ein wenig Übung ist das reduzierende Element das allerbeste Stilmittel. Vier Finger reichen vollkommen aus. Und die Betonung der Arme, Hände und des Kopfes wirken Wunder. Denn sie bringen genau die Stimmung zum Ausdruck, die es gerade benötigt. Da ist der Oberkörper ebenso unwichtig wie die Proportion des Halses oder die Länge der Beine. Jenachdem.
Schnell kristallisiert sich ein ganz eigener Stil heraus. Ich liebe meine Figuren, mit den wilden Haaren und den überdimensionierten Schnürsenkeln 😉

Warum sollte jeder Coach oder Trainer bei Martina lernen?

Nun, ihre ganz eigene, ruhige Art mit Ungeduld oder anfänglich kommuniziertem Unvermögen umzugehen und den Spaß zu entfachen, der sich auf dem Blatt wiederfindet – das alles schafft sie. Jeder ist Experte auf seinem Gebiet – Martina hat ihrs gefunden. So einfach ist das.

Danke, Martina!

(Bildquellen: Peter Frese, Christoph Ziegler)

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