Warum die Zielgruppe so wichtig ist

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Symbole werden in Ihrer Zielgruppe schnell gelesen, wirken ansprechend und schaffen Identifikation. Greift das Symbol oder ein passendes Bild, dann ersetzt es Worte und Sprache, die eine Zielgruppe verbinden. In Präsentationen sparen wir viel Platz auf der Fläche, Zeit beim Formulieren und zeigen unsere Teilhabe an der Gruppenidentität.

Symbole gibt es in unglaublich großer Zahl und es fällt mir oft schwer, das richtig zu finden. Die Suchaktionen durch die Suche über Google-Bilder oder Grafik erschlägt oft oder bringt manchmal wirklich schlechte Ergebnisse, auch die Symbol-Sammlungen sind oft genug unbefriedigend.

Woran liegt das – und was können Sie dagegen tun?

Dieses Gefühl, dass es nicht passt, kommt aus verschiedenen Richtungen:

zielgruppe-01

  • zu trivial
  • zu abstrakt
  • zu unverständlich

Was setze ich dagegen?

  • das Symbol bedient sich der Motive, die in meinem Thema vorkommen
  • das  Symbol greift gebräuchliche Sprachbilder oder Metaphern auf, die meine  Zielgruppe benutzt

Also entwickle ich Symbole selbst – oder wandele vorhandene ab.

Natürlich gibt es unterschiedliche “Härtegrade”, ob ein Symbol passend sein muss für eine Zielgruppe. Wenn es um ein Pausenzeichen geht, reicht die Darstellung einer universellen Tasse. …Und doch freuen wir uns, wenn in der Agenda unsere Werbetasse zu sehen ist, wenn unser Unternehmen so etwas hat.

Je abstrakter ein Thema ist, desto stärker ist das Symbol wie ein Wort aus einer fremden Sprache zu betrachten.
Wir müssen seine Bedeutung erst erlernen. Das heißt, die benutzte Bildsprache muss von den Benutzern genauso verstanden werden wie von den Zuschauern.

Und hier liegt auch der Reiz gut entwickelter Symbole:

Das Symbol ist ein Code, den nur Eingeweihte verstehen! So entsteht ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, eines Teams oder einer Firma.

Symbole waren immer schon ein wichtiges Element der Gruppenzusammengehörigkeit oder Gemeinschaft. Die Religionen dieser Welt pflegen eine lange Tradition und bedienen sich der verbindenen Wirkung.

Wissen Sie, was der abstrahierte Fisch auf vielen Autos heißt? Hier finden Sie die interessante Erklärung.

fisch01Dieses Beispiel zeigt, wie komplex die Verfremdung sein kann.

Auch Handwerksgilden pflegen diese Tradition. Bei Handwerkszeichen ist es für Nicht-Mitglieder häufig möglich sie zu interpretieren. Was wir sehen, ist oft ein Werkzeug, das typisch ist für die Arbeit des Handwerkers. Und das seit Jahrhunderten. Die wahre Bedeutung oder den Nutzen des Gegenstandes kennen wir als Außenstehende noch lange nicht.

Interessant finde ich: Wenn sich die Technik ändert, bleibt das Symbol trotzdem oft bestehen.

gluehbirneBeispiel: Für eine gute Idee setzen wir gern eine gezeichnete Glühbirne ein – und das in Zeiten der LEDs! Die Glühbirne wird auf Grund ihrer ästhetischen Qualität sämtliche Glühbirnen überdauern – so meine Spekulation 🙂
Kommentare werden allerdings kommen, wenn Sie sich in der Elektrobranche bewegen oder bei einem Leuchtenhersteller.

Hier kommt die Zielgruppe ins Spiel als der “Leser” des Symbols!

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Wie wichtig die Zielgruppe und das richtige Symbol sein kann, zeigt folgendes Beispiel: Resilienz.

  1. Resilienz (lat.) steht für: zurückspringen, abprallen
  2. Resilienz (Ingenieurwissenschaften), Fähigkeit von Systemen, bei einem Teilausfall nicht vollständig zu versagen
  3. Resilienz (Materialwissenschaften), Fähigkeit eines Materials, nach einer elastischen Verformung in den Ausgangszustand zurückzukehren
  4. Resilienz (Psychologie), psychische Widerstandsfähigkeit

Wird in einer Präsentation die Resilienz mit einem Bambus dargestellt, dann wird Ratlosigkeit und vielleicht sogar Ablehnung bei den Zuhörern herrschen, wenn der Vortrag vor Materialtechnikern gehalten wird. Psychologen und in therapeutischen Berufsgruppen Arbeitende verstehen das Bambus Symbol sofort.

Kenne ich die Bedeutung des Symbols nicht, ist es keine Hilfe und verwirrt mehr, als dass es zum Verständnis beiträgt.

Beispiel aus meinem Anteil im Buch: «Projekte systemisch managen!» im Berliner Wissenschafts-Verlag.

Fazit:

Bewege ich mich in einer Gruppe, die sich einer Fachsprache bedient. Dann zeige ich meine Anteilnahme am Geschehen, am Umfeld und an den Menschen durch Symbole die diese Zielgruppe versteht – und entwickle selbst Symbole.

Eine konkrete Situation

1. Situation: Sie haben Zeit für eine teamfördernde Maßnahme:

Beispiel:  Ein Gruppe von Mitarbeitern wird zusammengestellt, die in den nächsten 2 Jahren zu regelmäßigen Treffen eingeladen werden um zu Führungskräften ausgebildet  zu werden. Lassen Sie die Gruppe ein Symbol selbst erarbeiten! Gern unterstütze ich Sie hier mit kreativen Methoden, die zu erstaunlichen Ergebnissen führen.  Hier geht´s zum Kontakt

2. Situation: Sie kommen von außen:

Um sich zu sparen, den Namen der Fachabteilung oder der Einrichtung immer wieder zu schreiben, entwickeln Sie selbst ein Symbol.

Und hier noch eine kleine Aufgabe für Sie:

A Das Team in einer sozialen Institution braucht ein Symbol

B das Team einer Gruppe aus dem Vertrieb, die Privatkunden betreut braucht ein Symbol

Auch wenn Sie keiner der beiden Berufsgruppen angehören, sollten Sie einfach mal die Gedanken kreisen lassen und und eine kleine Skizze machen.  Ein einfaches Foto mit dem Handy reicht völlig aus, denn dies soll kein Wettbewerb werden, sondern es ist ein Schritt in mein Lernprogramm, das Sie im nächsten Jahr mit mir durchführen können.

Die Fotos werde ich in einem separaten Beitrag der Kategorie „Feedback“ veröffentlichen. Gern mit Ihrer Adresse oder auch anonym. Ganz wie Sie wünschen!

Und noch eine Ankündigung:

Ein Skizzier-Buch wird noch in diesem Jahr erscheinen.

Warum ein Skizzier-Buch?

Ich fühle mich auch dafür verantwortlich, was aus Ihren Fähigkeiten wird, wenn Sie den geschützten Rahmen des Workshops verlassen. Im nächsten Beitrag stelle ich das Buch ausführlich vor 🙂

„Dran bleiben“ – Ermutigen

Das ist mein Motto für die kommenden Beiträge und Online-Schulungen.

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Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Grasflecken

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