Was Stéphane Etrillard zur Arbeit moderner Führungskräfte zu sagen hat

Ich freue mich sehr, dass mir Stéphane Etrillard die Genehmigung gibt, diesen Artikel zu veröffentlichen und mit meinen einfachen Skizzen zu illustrieren! 🙂

80 Prozent der Arbeit einer Führungskraft ist Kommunikation

Von Stéphane Etrillard, Trainer und Berater, Düsseldorf *
Das Bild von der Führungskraft, die hier etwas abnickt, dort etwas unterschreibt und ansonsten nach Gutsherrenart Aufgaben verteilt, hat schon lange ausgedient – zumindest in erfolgreichen Unternehmen. Eine wesentliche Aufgabe von Führungskräften besteht heute vielmehr darin, die individuellen Fähigkeiten, den persönlichen Kommunikationsstil sowie die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter und Teams zu verstehen und im Sinne des Unternehmens zu nutzen.

Eine Führungskraft ist heute zu einem guten Teil ein Manager von Geschäftsbeziehungen.
Und wo es darum geht, geschäftliche Beziehungen zu Kunden bzw. Mandanten, Lieferanten und vor allem zu den eigenen Teams und Mitarbeitern zum Vorteil des eigenen Unternehmens zu pflegen, braucht es in erster Linie eines: eine gekonnte Kommunikation.
Doch genau an dieser Stelle hapert es bei allzu vielen Führungskräften. Manche Führungskräfte verstehen unter Kommunikation vor allem, möglichst 1 viel zu sprechen – sie vergessen dabei jedoch das Zuhören und vieles mehr, das ebenso zur Kommunikation gehört.ettrilard_01
Als Folge dieses Irrtums bemerken sie nicht, was von anderen tatsächlich gesagt wird, und beachten noch weniger die oft noch aufschlussreicheren körpersprachlichen Signale ihrer Mitarbeiter. So wird die Chance vergeben, wirklich herauszufinden, was im Unternehmen vor sich geht. Damit scheitert auch der Versuch, andere Menschen und ihre Interessen zu verstehen, sich in sie hineinzuversetzen und auf sie einzugehen. Das alles führt zu einem insgesamt wenig souveränen Auftreten und vermindert die Qualität der gesamten Führungsarbeit.

Der Kommunikationsstil der Führungskräfte prägt das gesamte Unternehmen

Das sind die Gründe dafür, warum soziale Kompetenzen und ein geschickter Einsatz der eigenen Persönlichkeit mitsamt einer souveränen Kommunikation ettrilard_02heute immer wichtiger für den beruflichen Erfolg werden. Ob nun im Gespräch, bei Präsentationen und Verhandlungen oder einfach im Berufsalltag: Wer einen souveränen Auftritt aufs Parkett legt, erfolgreich kommuniziert, andere überzeugt und ihnen zuhört, strahlt Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit aus. Das ist es, was von einer Führungskraft erwartet wird.
Führungskräfte sind in vielen Fällen der erste Ansprechpartner für ihre Mitarbeiter und häufig auch für Kunden bzw. Mandanten. Es erfordert viel Geschick, hierbei allen Anforderungen gerecht zu werden. Und unbefriedigend verlaufende Gespräche sind immer ein Manko, das Risiken birgt und destruktive Prozesse in Gang setzen kann. Denn missglückte Kommunikation, unbefriedigend verlaufende Gespräche, unverständliche Anweisungen etc. verursachen Demotivation, Unzufriedenheit und nicht zuletzt Kosten! Demzufolge hängt die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter in erheblichem Maße vom Führungsstil ihrer Vorgesetzten ab.

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Deshalb ist das Gespräch eines der wichtigsten Werkzeuge für alle Führungskräfte.

Eine Führungskraft, die von der Bedeutung des eigenen Kommunikationsverhaltens weiß, kann ihre primären Führungsaufgaben besser bewältigen. Denn eine effektive Kommunikation ist die Grundlage des Unternehmenserfolges.

Die Zufriedenheit, die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter werden erhöht, die Zusammenarbeit und die Teambildung werden gefördert, Missverständnisse und Konflikte werden vermieden. So wird der gesamte Arbeitsprozess mithilfe einer guten Kommunikation optimiert.

Geben Sie den Ton an

ettrilard_04Letztlich sind es die Führungskräfte, die im Unternehmen den Ton angeben – und das kann wörtlich verstanden werden. Wenn schon die Führungskräfte in der Kommunikation versagen, besteht ein hohes Risiko, dass dies auf die gesamte interne und externe Kommunikation abfärbt. So sind nicht nur die Mitarbeiter, sondern ganz direkt auch die Kunden des Unternehmens betroffen. Damit kann eine ungeschickte Kommunikation auf Dauer die Reputation und Leistungsfähigkeit eines gesamten Unternehmens schädigen und so auch den wirtschaftlichen Erfolg gefährden.

 

ettrilard_05Übrigens: Je größer der Verantwortungsbereich einer Führungskraft ist, umso bedeutender wird die Kommunikation. 5 Bei einem Manager macht der Anteil der Kommunikation an seiner Arbeit 80 bis 90 Prozent aus! Es ist also naheliegend, dass es vorteilhaft ist, wenn eine Führungskraft den wichtigsten Teil ihrer Arbeit beherrscht: die Kommunikation.

Machen Sie daher eine Bestandsaufnahme, überprüfen Sie kritisch Ihr eigenes Kommunikationsverhalten und nutzen Sie jede Gelegenheit, Ihr Kommunikationsverhalten zu optimieren. Sehr viel ist schon damit erreicht, wenn Sie bewusst kommunizieren – wenn Sie also erkennen, was Sie bereits gut machen und an welchen Stellen immer wieder Mankos auftreten.

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An diesen Stellen können Sie dann gezielt ansetzen und sich mithilfe von Trainings oder Fachliteratur neue Impulse holen. ettrilard_07
Denn nur eine kommunikationsstarke Führungskraft ist in der Lage, den an sie gestellten Anforderungen dauerhaft gerecht zu werden.

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ettilard-foto* Über den Autor:
Stéphane Etrillard ist internationaler Keynote Speaker und zählt zu den meistgefragten und besthonorierten Top-Wirtschaftstrainern im deutschsprachigen Raum. Der mehrsprachige Vortragsredner gilt als führender europäischer Experte für „persönliche Souveränität“. Stéphane Etrillard, Kosmopolit französischen Ursprungs lebt in der Kulturmetropole Berlin. In seiner Freizeit beschäftigt er sich leidenschaftlich mit Philosophie, Literatur und Klaviermusik und lernt mit großer Begeisterung das Klavierspielen. Zu seinen Klienten zählen Manager aus Top-Unternehmen, mittelständische Unternehmer und Politiker sowie viele Menschen, die sich bei ihm neue Impulse holen, um ihre Kommunikation noch souveräner und ihr Leben erfolgreicher zu gestalten.
www.etrillard.com

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 22.01.2014, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

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Mit freundlicher Genehmigung von   www.stbweb.de

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