Design Thinking als Visualisierungs-Methode

Design Thinking als Visualisierungs-Methode

Design Thinking ist kein Selbstzweck. Jede Methode sollte zu der Aufgabe und dem Kontext passen, in dem nachgedacht und entwickelt wird. In einem Visualisierungs-Workshop im CoachingHaus Düsseldorf haben wir unlängst diese Methode angewendet. Was ist dabei herausgekommen? Eine große Vielfalt an Ideen, die letzten Endes zu einem Coaching-Produkt führen sollen. Dabei haben wir am Thema Lifeline beziehungsweise Biografie-Arbeit gearbeitet. Wie wir in diesem speziellen Workshop vorgegangen sind, möchte ich Ihnen hier zeigen.

 

Design Thinking als Visualisierungstechnik

Durch Design Thinking entsteht Klarheit durch Handhabbarkeit. Jede Idee erhält eine Form. So fanden die Workshop-Teilnehmer schon in der ersten Phase der Informationssammlung schnell einen Zugang zum Thema und konnten sich einen guten Überblick verschaffen. Auch das Anfassen und Verschieben der unterschiedlichen Zettel -dem Clustern – ist eine Visualisierungstechnik: Wir nehmen das wahr, was wir wissen und konzentrieren uns auf das, was uns wichtig erscheint. Alle Anwesenden sind routinierte Coaches und Berater, die wissen: Sich mit der eigenen Biografie zu befassen, lässt Rückschlüsse auf das eigene Handeln im privaten sowie beruflichen Umfeld zu. Daher ist die Biografie-Arbeit ein sehr geeigneter Ausgangspunkt für jegliche Analysen.

Durch die gemeinsame Informationssammlung fällt der Einstieg extrem leicht: Alle Beteiligten können selbstbewusst in das Thema starten. Ergänzungen entstehen im Laufe des Workshops durch Gespräche und Interpretationen.

 

Visualisierung: Viele Wege führen zum Ziel

In der nächsten Phase zeigt der Workshop wieder einmal, wieviel Kraft in der Arbeit mit den Händen liegt: Im Design Thinking Prozess sind wir hier in der Phase 2 – dem Fokus auf die Lösung.

Die Visualisierung der vielfältigen Entwürfe hat allen Beteiligten nicht nur Spaß gemacht, sondern den Horizont auf die unterschiedlichen Sichtweisen und bekannten Methode erweitert. Die Workshop-Teilnehmer haben zusammen gearbeitet und konnten sich so gegenseitig inspirieren und unterstützen. 

Genau so unterschiedlich wie die Biografien sind auch die Herangehensweisen an die Visualisierungs-Methoden, die in diesem Workshop Design Thinking entstanden. Hierbei gibt es kein Richtig oder Falsch. Sondern jeder macht das, womit er oder sie sich wohlfühlt. Der Austausch spielt auch hier eine große Rolle.

 

Besonders wichtig: Diskurs und Fehlinterpretationen

 

Durch die unperfekte Visualisierung der eigenen Biografie im Workshop sind Fragen möglich und angeregte Diskussionen entstehen gerade auch aus Fehlinterpretationen dessen, was gebaut und montiert wurde. Aus den Gesprächen werden wiederum Anregungen gezogen, die bei der Weiterentwicklung der Produktidee einfließen können.

So helfen sich alle Workshopteilnehmer gegenseitig und profitieren von den Gesprächen.

 

Ein Erklärbild für das große Ganze

Wenn die Teilnehmer ihre Idee zu kritisch betrachten, hilft das Erklärbild. Es erinnert uns daran, dass wir uns gerade in einem lebhaften und wandelbaren Prozess befinden. Diese Visualisierung zeigt den Verlauf der Produktentwicklung und zeigt, dass wir uns noch mitten in der Lösungsphase, die immer wieder Schleifen in die Analysephase machen kann und auch soll. Die Rückkopplung auf Erfahrungen ersetzt in unserem Workshop die Gespräche mit klassischen Endverbraucher-Interviews.

Die Phase eines Prototypen, den wir dem Endnutzer zeigen, haben wir noch gar nicht erreicht.

Durch das Erklärbild können sich die Workshop-Teilnehmer immer wieder bewusst machen, in welchem Stadium des Prozesses sie sich gerade befinden. So kehrt eine gewisse Lockerheit ein. „Ja, wir bauen ’nur‘ ein kleines Modell, das unsere Idee veranschaulicht“.

Zudem macht die Visualisierung bewusst, was man mit dem aktuellen Schritt bewirken kann: Nämlich eine Grundlage für die Lösung des Problems zu schaffen. Die Pfeile machen es offensichtlich: An jedem Punkt der Produktentwicklung gehört es einfach dazu, wieder in die Analyse zurückzukehren oder auch ganz neue Ansätze zu verfolgen.

Bestimmt haben Sie es schon gemerkt: Das Beispiel auf dem Erklärbild erzählt von einer fiktiven Produktentwicklung, denn wie Post-its wirklich entstanden, ist eine andere Geschichte. Diese werden diejenigen kennen, die sich mit Kreativitäts-Entwicklung auseinandergesetzt haben. Dies ist eine andere Geschichte, die ich später einmal illustriere.

Visualisierung: Warum Design Thinking?

Gemeinsam mit den Teilnehmern habe ich festgestellt, dass sich das Design Thinking wunderbar als Visualisierungs-Methode für Biografie-Arbeit eignet. Dies sind meine Erkenntnisse:

  1. Universell: Design Thinking ermöglicht einen leichten Einstieg in jedes Thema. Durch bunte Zettel ist die Hemmschwelle sehr niedrig.
  2. Verständlich: Bunte Zettel in verschiedenen Farben und Formen regen die Fantasie an und vermitteln das Thema leicht verständlich.
  3. Flexibel: Das Visualisieren mit dieser Methode ist leicht anzupassen. Die Zettel können einfach verschoben werden.

 

Noch Fragen?

Sie brauchen noch Hilfe beim Visualisieren? Oder Sie brauchen weitere Informationen oder einen Einstieg in das Thema Design Thinking? Gerne helfe ich Ihnen und Ihren Kollegen oder Mitarbeitern in einem gemeinsamen Workshop weiter.

Mit Design Thinking als Visualisierungtechnik finden wir gemeinsam Zugang zu komplexen Themen und erarbeiten die Visualisierung gemeinsam. 

Sie brauchen erklärende Bilder oder suchen Unterstützung beim Erstellen Ihrer persönlichen Seminar-Materialien?

Ich hoffe, der Einblick in diesen Design Thinking Workshop und die Biografiearbeit hat Ihnen gefallen. Wir arbeiten weiter an Ideen, die im Workshop geboren wurden und setzen sie demnächst in einem ersten Prototypen um. Ich freue mich schon Ihnen davon zu berichten.

 

Herzliche Grüße,
Ihre Martina Lauterjung

Sie haben Interesse oder Anregungen? Oder möchten lernen, wie Sie Ihre Biografie am besten visualisieren, um daraus aufschlussreiche Erkenntnisse ziehen zu können?

Hier erreichen Sie mich.

Adresse

Walter-Dodde-Str. 29

42657 Solingen

Phone

+49 (0)177 47 00 254

E-Mail

martina@lauterjung-design.de

Ich freue mich auf Ihre E-Mail!

Trainingsdesign – was ist das?

Trainingsdesign – was ist das?

 

Gutes Trainingsdesign macht Präsentationen und Trainings auch für Nicht-Trainer möglich

Wie Trainingsdesign funktioniert und warum alle Teams davon profitieren, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Martina ist jetzt auch Trainingsdesignerin. Was heißt das genau?

Als Trainingsdesignerin …

  • …arbeite ich in enger Kooperation mit Experten, Teams und Scrum Teams – für deren interne und externe Trainings und Präsentationen.
  • …entwickle, gestalte und designe ich für diese Trainings und Präsentationen Rahmen und Struktur.
  • …verknüpfe ich im Trainingsdesign die sichtbaren und die unsichtbaren Elemente – wie zum Beispiel Wissensmodule und Transfermodule.
  • …liegt mein Fokus auf der Gestaltung didaktisch klug strukturierter und nachhaltig erfolgreicher Trainings und Präsentationen, die das Ziel nie aus dem Auge verlieren.
  • …ermöglicht mein roter Faden ein tiefes Verständnis für (bisher) unbekannte Themen und Tätigkeitsfelder sowie Rollen und Aufgaben in der Organisation.

Klar ist, dass jeder Experte oder jede Expertin eine ganze Menge zu berichten weiß. Expertenwissen anderen zugänglich zu machen, ist (manchmal) gar nicht so einfach. Doch nicht alle Experten fühlen sich wohl bei dem Gedanken, das eigene Wissen an Kollegen oder Fachfremde weiterzugeben.

Trainingsdesign aus Kindertagen

Von Kindesbeinen an machen wir die Erfahrung, dass das nicht leicht fällt. Bei mir war es der liebe Vater. Er wollte seiner Tochter die Mathematik nahe bringen. Am Anfang ein schweres Los für uns beide, glaube ich. Dennoch gelang es, weil er als Ingenieur das Glück hatte, mit realen Objekten zu arbeiten. Ihm gelang es, mir die abstrakten Zahlen und Formeln zugänglich zu machen, indem er sich praktische Anwendungen ausdachte. Er hatte ein gutes Wissen über meine Vorkenntnisse und kannte die Art, wie seine Tochter denkt – nämlich in konkreten Bildern. Als Beispiel: Aus der Vektorrechnung wurden Brücken und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich konnte mit den Zahlen umgehen.

Er befolgte intuitiv eine der wichtigen Regeln von einem guten Trainingsdesign. Der Leitgedanke, aus dem wir eine Struktur für eine gelingende und nachhaltige Veranstaltung ableiten, kann also nur lauten:

Kenne deine Zielgruppe und dein Umfeld so gut wie irgend möglich und verliere das Ziel niemals aus den Augen!

Mein Blick als Trainingsdesignerin macht die Fülle an Expertenwissen handhabbarer. Denn ich habe als Außenstehende einen externen Blick auf das Thema. Geht es uns nicht allen so, dass wir selbst meistens zu tief in unserem Wissen stecken?

Wenn ich ein Thema großartig und interessant finde, dann vergesse ich gern, dass andere vielleicht keine Ahnung von Dingen haben, die für mich selbstverständlich sind. Ich verzettele mich dann auch gern in Details, die mich faszinieren, für Fachfremde aber völlig nebensächlich sind.


Im Vortrag alle Zuhörer abholen, bitte.

“Der freundliche Blick eines technisch aufgeschlossenen Menschen, der kein Experte ist, auf meine Arbeit sorgt dafür, dass ich mich von gut gemeinten aber überflüssigen Informationen trenne und mich auf das Zielführende fokussiere. So kann ich meine Zeit im Vortrag oder Training optimal nutzen.”

Kopplungselemente im Trainingsdesign

Als Trainingsdesignerin halte ich mich aus den konkreten Inhalten, dem Fachwissen heraus – du bist der Experte! Als Industrial Designerin kann ich mich schnell in unterschiedlichste Themen hineindenken. Und das reicht vollkommen aus, um den notwendigen Überblick zu erhalten. Als Trainingsdesignerin gestalte ich das Gesamtkonzept des Trainings oder der Präsentation und füge didaktisch wichtige Kopplungselemente ein.

Diese Kopplungselemente helfen dabei, die Wissensmodule und Transfermodule zu reflektieren, zu verbinden und in den beruflichen Alltag zu übertragen. Durch diese Mischung unterschiedlicher Maßnahmen erhöht sich die Merkfähigkeit und Ungewohntes ist besser zu verdauen.

Was sind die konkreten Arbeitsschritte?

Gemeinsam mit dem Vortragenden erarbeite ich die folgenden Schritte:

  • Was ist das eigentliche Ziel der Veranstaltung?
  • Wie sehen die Rahmenbedingungen der Veranstaltung aus?
  • Wie sieht der rote Faden aus, der alle Module und Kopplungselemente zum Ziel führt?
  • Wie bereitet der Vortragende sein oder ihr Wissen so auf, dass die Informationen und Lerninhalte für alle Anwesenden nachvollziehbar werden?

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  • Wie sehen sinnvolle Kopplungselemente aus?
  • Wie kann der Experte oder die Expertin einen gelingenden Start und ein gelingendes Ende der Veranstaltung zielgruppen- und zielaffin gestalten?
  • Wie wird die Veranstaltung evaluiert? Welche Schritte sind nötig und welche möglich, um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten?

 

Wenn diese Fragen stimmig und in ihrer vollen Tiefe beantwortet wurden, dann kann ich von einem Trainingsdesign sprechen.

Gute, interessante Inhalte verdienen gute Präsentationen und Trainings. Expertenwissen zu teilen ist ein wertvoller Beitrag zum kollegialen Miteinander und wirkt sich auf natürliche Weise positiv auf die tägliche Kooperationsbereitschaft aus.

„Ich verstehe jetzt, was du tust. Kenne deine Aufgabe, deine Herausforderungen und was dich an der Aufgabe reizt. Ich kann jetzt deine Ansprüche an mich besser nachvollziehen und dir besser zuarbeiten. Wir können zusammen konstruktiv arbeiten.“

Und so kann ich mein bisheriges Angebot als Skizzier Coach sinnvoll erweitern. Mit Skizzen zu arbeiten heißt zu kommunizieren. Passgenaue Trainings zu designen ist ebenfalls eine Form der wertschätzenden Kommunikation.

Herzliche Grüße aus der Klingenstadt Solingen,

Martina Lauterjung
Skizzier Coach | Scrum Master | Trainingsdesignerin

Besonders interessant für:

  • Scrum Master und
  • andere agil arbeitende Menschen, die den regen Austausch schätzen und leben.
  • für Unternehmen, die die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ernst nehmen und ihre Kompetenzen fördern möchten.
Das Agile Manifest

Das Agile Manifest

 

Eine Organisationsmethode für agiles Arbeiten

Das Agile Manifest – die 2001 von 17 Softwareentwicklern niedergeschriebene Basis jeder Aktion, Aktivität und jeden Projektes wird u.a. umgesetzt mit Scrum. Was ist denn «agiles Arbeiten»?

Leitsätze und Prinzipien.

Das Manifest besteht aus 4 Leitsätzen. Durch 12 Prinzipien werden diese Leitsätze zum Teil näher beschrieben – und zum Teil ergänzt.

Nun, das Manifest ist kein strenges Regelwerk oder Gesetz. Es ist vielmehr eine Prozesskultur! Das Agile Manifest bietet Strukturen, die nun langsam aus der Softwareentwicklung in andere Bereiche der Wirtschaft hineinwachsen.

Somit wird agiles Arbeiten immer populärer. Und das Arbeiten funktioniert, weil die Teilnehmenden an einem Strang ziehen und ziel- und lösungsorientiert die Aufgaben angehen.

Was ist mein Zugang zum Thema?

Visualisierungen helfen den Mitwirkenden dabei

  • komplexe Inhalte zu vereinfachen
  • sich wiederholende Themen und Anforderungen zu artikulieren
  • sich durch Vereinfachungen zu fokussieren

Ich habe die folgenden Vorschläge im Rahmen eines mehrstufigen Workshops zum Thema “Visualisierung in agilen Prozessen” entwickelt. Meine Bilder, die hier weiter unten veröffentlicht sind, dienten als Grundlage und Inspiration für eigene Auslegungen und Bildideen der Teilnehmer, die als Agile Coaches arbeiten.

Gerade Themen, die in die Bereiche Kommunikation und Soft Skills fallen, können durch handgemachte Bilder ganz leicht zur Diskussion gestellt werden.

Hier meine Beispiele:

Commitment, Vereinbarung, Verpflichtung – Kooperationsbereitschaft, Respekt

Mut – Offenheit

Das 10. Prinzip des Agilen Manifestes passt wunderbar zu meiner Philosophie des Skizzierens:

Einfachheit:

Die Kunst, die Menge nicht getaner Arbeit zu maximieren – ist essenziell.