Skizze, Icon, Illustration oder Infografik – was, wozu, wie?

Skizze, Icon, Illustration oder Infografik – was, wozu, wie?

Wenn ich mit Kollegen und Auftraggebern über Icons, Illustrationen oder Infografiken spreche, geraten die Definitionen und Worte manchmal durcheinander und wir reden schon mal aneinander vorbei. Die Unterschiede zwischen diesen Grafiktypen sind jedoch leicht erkennbar… wenn ich Beispiele in Zusammenhang mit ihrer Entstehung heranziehe.

Unterschiede zwischen Icon, Illustration und Infografik

In diesem Betrag bemühe ich mich anhand eines Begriffs aus dem Trainingsdesign um Klärung der Unterschiede und Beschreibung der Einsatzbereiche. 

Ein konkretes Beispiel aus der Realität macht es mir leichter Icons, Illustrationen und Infografiken zu beschreiben. Gerade habe ich die Illustrationen für Anna Langheiters Buch „Trainingsdesign“ abgeschlossen und da bietet es sich an, ein Motiv daraus zu nehmen.

Wie gehe ich also vor, wenn ich etwas visualisieren möchte?

Im ersten Schritt frage ich mich, ob ich den Begriff wirklich verstanden habe. Selbst wenn ich glaube, mich im Thema auszukennen, machen Rückfragen immer Sinn. Das spart Zeit, Energie und vermeidet nicht zuletzt eine Menge Frust!

Fragen sparen Zeit, Energie und Frust.

Da die Erläuterung oder Beschreibung immer ein Gesamtbild erschafft, fällt es mir leichter hier ganze Szene zu zeichnen. Ergebnis ist dann eine Skizze, die vielleicht auch schon eine Illustration ist.

Anna Langheiter beschreibt in ihrem Buch auch das Vorgehen und Verhalten des Trainers während einer Fortbildung. From the back-of-the-room ist genau das, was besagt, dass die Teilnehmer sich selbst organisieren und in Gruppen oder allein arbeiten. Der Trainer beobachtet und achtet auf die Zeit.

Wir sehen hier die Situation des Trainings-from-the-back-of-the-room 3dimensional vor uns.

Da das Bild in schwarz-weiß erscheinen wird, nutze ich nur schwarze Linien und eine Bleistiftschraffur. Es ist also eine klassische Illustration. Ich halte mich dabei gern an mein Motto „Soviel wie nötig und so wenig wie möglich.“

Im Buch „Trainingsdesign“ werden die Kapitel häufig mit kurzen Zusammenfassungen abgeschlossen. Hilfreiche Informationen, die jedoch den Rahmen des Fließtextes sprengen würden, finden in separaten Kästen ihren Platz. Um die Orientierung im Buch zu erleichtern, damit wir als Leser diese Textstellen schneller finden, was wir suchen, sind diese Kästen mit unterschiedlichen Icons gekennzeichnet.

Icons sind nichts anderes als Symbole. 

Warum sich dieser Begriff  für funktionelle Symbole etabliert hat, kann ich Ihnen nicht sagen. Vielleicht klingt es besser? Ich freue mich, wenn jemand eine Erklärung hat und sie mir schreibt!

Das Icon ist die optisch kleinste Einheit im Buch. Das heißt, ich untersuche die Illustration auf den Kern der Aussage hin. Back-of-the-room erzeugt sofort ein Bild. Doch es muss auch in einem kleinen Format zu erkennen sein. Symbole oder Icons werden leicht in ihrem “natürlichen Lebensraum” erkannt, also immer dann, wenn ich den Kontext habe und verstehe. Doch wenn ich ein Buch schnell durchblättere, soll das Prägnante kleine Bild schnell zu finden sein, ohne dass ich den ganzen Text durchlese.

Hier meine Varianten. Da ich da Buch noch nicht in der letzten Fassung gesehen habe, weiß ich gar nicht, was sich dort befinden wird.
Das Bild wurde aller unnötigen Details beraubt und Tusche-Linien liefern das kontrastreiche Bild einer Grafik, die stark verkleinert dennoch funktioniert.
Farbig und mit einfachen Formen sieht das dann so aus.
Im letzten Schritt zeichnete ich das illustrative Bild noch einmal als Infografik. Farbe darf hier zum Einsatz kommen. Geometrische Formen lockere ich gern mit lebhafter Formen auf.

Dass ich eine große Verfechterin individueller Zeichnungen bin, wissen meine Teilnehmer*innen aus meinen Workshops. Ich ermutige immer, dem eigenen persönlichen Stil zu folgen. Man kann auch sagen: „Es ist eben Geschmacksache!“

Kleine Bewegungen machen Ihre Zuschauer neugierig. Hier bwegen sich nur die Augen des Trainers und die Fläche der Uhr.

Infografiken bestehen immer aus mindestens vier Elementen

Infografiken bestehen aus

  • der Überschrift,
  • einem Bild mit wichtigen Details,
  • Zahlen oder
  • einer Legende, die die Bedeutung der Zahlen kommunizieren

oder aus Pfeillinien an den Details als Ersatz für Legende.

Wenn Zahlen und Daten veranschaulicht werden sollen, kommen noch diverse Aufbereitungen dieser Werte in eine solche Infografik.

Wie bereits erwähnt, ist es mir wichtig, alle Details des Themas kennen gelernt zu haben. Durch die unterschiedlichen Darstellungsformen kann ich leicht noch unklare Punkte identifizieren. Beispielsweise bei Lebensläufen, Zyklen und Prozessen fällt sofort auf, wenn es an etwas fehlt oder Dinge falsch sichtbar werden.

Wenn Sie das Thema interessiert, dann empfehle ich Ihnen mit dem eigenen Ausbildungs- oder Lebensweg anzufangen. Hier sind Sie Experte und kommen ins Tun.

Viel Spaß und Erfolg dabei! Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung für sich persönlich oder Ihr Team suchen, wissen Sie wo Sie mich erreichen.

Bis bald

Ihre Martina Lauterjung

Hier erreichen Sie mich.

Adresse

Walter-Dodde-Str. 29

42657 Solingen

Phone

+49 (0)177 47 00 254

E-Mail

martina@lauterjung-design.de

Ich freue mich auf Ihre E-Mail!

Meine Illustrationen in den Impulskarten: Ziele erreichen mit Gerechtem Sprechen

Meine Illustrationen in den Impulskarten: Ziele erreichen mit Gerechtem Sprechen

Ein illustriertes Impuls-Kartenset aus 60 Karten mit einem Erläuterungsheft. Eingepackt in einem stabilen Karton. Das Format der Karten: 16cm x 12cm Querformat.

Die festen Karten haben abgerundete Ecken, dadurch liegen sie gut in der Hand und bleiben auch nach intensivem Gebrauch schön.

Die Schreibweise, das „Gerechte“ Sprechen groß zu schreiben, ist ein Hinweis auf die Publikationen und die Arbeitsweise von Dr. Cornelia Schinzilarz. Die in der Schweiz lebende Psychologin ist Inhaberin des Instituts Kick für Coaching und Kommunikation. Sie ist Humorexpertin, Theologin und Supervisorin. Sie formulierte die Impulse und Fragen, die ich illustrierte. Gerechtes Sprechen ist ein Kommunikationsmodell, das auf der Grundannahme aufbaut: Ich sage, was ich meine und meine, was ich sage. Gerechtes Sprechen bietet eine besondere Klarheit der Sprache. Die Impulskarten bieten dadurch einen klaren Weg durch einen Entwicklungsprozesse.

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In 10 Schritten zur entspannten Arbeit am Flipchart

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Nur 10 Schritte sorgen dafür, dass Sie in Ihre Präsentation oder das Gespräch mit Ihrem Kunden oder Kollegen entspannt angehen können – und mit Ihrer inhaltlichen Arbeit glänzen, statt mit Material zu kämpfen. Gute Vorbereitung ist schon der erste Schritt in die Arbeit am Flipchart vor Ort selbst. Es nimmt Druck und gibt die Freiheit kreativ und souverän Ihr ganzes Können zu zeigen. (mehr …)

Die Skizze im Gespräch – ein Handwerk, das Worte zu handhabbaren Objekten macht

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Skizzieren macht Gespräche handfest.

Was das genau bedeutet? Professionell geführte Gespräche werden nachhaltig durch handhabbare Elemente. Die schnell gemachte Skizze ist ein gutes Medium, weil es nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, zum beiderseitigen Verstehen beiträgt und durch die Unperfektion sogar Humor zulässt.

  • Als professionell arbeitende/r Coach, Berater oder Beraterin, schätzen Sie den regen Austausch mit dem Kunden und Klienten?
  • Sie arbeiten zielorientiert und kommen gern auf den Punkt?

Dann sind Skizzen das geeignete Instrument für Ihre Arbeit! (mehr …)